Treibholz

Ökologischer Holzbau · Zimmerei

Konstruktion und Bauphysik

Das Konstruktionsprinzip des TreibholzHauses

Die Konstruktion des TreibholzHauses basiert auf der Idee des Holzständerwerks. Einzelne, stockwerkshohe Holzrahmenelemente aus KVH werden auf der Innenseite mit einer statisch aussteifenden Schicht aus OSB beplankt. Unsere Häuser sind so konzipiert, dass diese luftdichte Ebene nicht von der Deckenbalkenlage oder von Installationen durchdrungen wird (Ballonframing). Die Außenseite der Wandelemente wird ebenfalls schon in unserer Produktionshalle mit DWD beplankt.

Auf Tiefladern gelangen alle Bauteile zur Baustelle und werden innerhalb von zwei bis drei Tagen per Kran passgenau zu einem TreibholzHaus zusammengesetzt.

Abbildung: Schnitt durch die Konstruktion des TreibholzHaus

Außenwandaufbau (von innen nach außen):

  • Tapete oder Putz auf Gipskarton- platte 12,5 mm und OSB 12,5 mm
  • Installationsebene mit Dämmung 80 mm Cellulose oder Flachs
  • OSB 15 mm (statisch wirksame Ebene), luftdichte Abklebung
  • Tragwerk KVH mit Dämmung 160 – 200 mm Cellulose (abhängig von EnEV)
  • DWD 16 mm, darauf Konterlattung und Traglattung je 30/50 mm
  • Boden-Deckelschalung aus Lärchenholz

Bauphysikalische Eigenschaften

Das TreibholzHaus ist diffusionsoffen konstruiert; Wasserdampfaustausch zwischen Innen- und Außenklima ist somit möglich und trägt zu einem angenehmen Raumklima bei.

Die Dämmung: Die Außenhülle eines Hauses hat neben dem Wetterschutz die wichtige Aufgabe einer Dämmebene zu erfüllen. Außentemperaturschwankungen um bis zu 50 ° C müssen abgepuffert werden. Das TreibholzHaus wird diesen bauphysikalischen Anforderungen durch Verwendung von natürlichen, hydroskopisch wirkenden Dämmstoffen gerecht.

Bei gleicher Dämmleistung (U-Wert) sind die natürlichen Dämmstoffe wie Isofloc^®^ oder Flachs im sommerlichen Wärmeschutz aufgrund ihres höheren Wärmespeichervermögens, und dahergehend mit einer günstigen Phasenverschiebung den mineralischen Dämmstoffen weit überlegen. Für die Wohnqualität bei hochsommerlichen Temperaturen, gerade unter dem Dach, spielt dieser Aspekt eine wichtige Rolle.


Kleine Baustoffkunde

KVH (Konstruktionsvollholz)

Foto: Konstruktionsvollholz

Das gesamte Ständerwerk besteht beim TreibholzHaus aus technisch getrocknetem KVH. Es wird aus kerngetrennten Kanthölzern hergestellt. Größere Schwindverformung wird durch die Trocknung auf ca. 15 % Holzfeuchte, was der zu erwartenden Holzfeuchte im eingebauten Zustand entspricht, ausgeschlossen.

Duobalken und BSH (Brettschichtholz)

Foto: Duobalken und BSH

Für tragende Deckenbalken verwenden wir Duobalken und BSH. BSH ist ein industriell gefertigtes Produkt aus mindestens drei miteinander verklebten Brettern und hat bis zu 80 % höhere Tragfähigkeiten als herkömmliches Bauholz; beim Duobalken werden zwei Kanthölzer längsseitig verklebt. Dadurch ist die Langlebigkeit und Formstabilität der Konstruktion auch ohne chemischen Holzschutz gegeben.

OSB (Oriented Strand Board)

Foto: OSB-Platten

Nach den Richtlinien der Holzbau-Norm erfolgt die statische Aussteifung der einzelnen Wand-, Decken- und Dachelemente mit OSB. Die OSB-Platte besteht aus Holzspänen (Strands), die schichtweise um 90° versetzt zueinander (oriented) mit Leimharzen unter Druck und erhöhter Temperatur zu Platten verpresst werden. Die Platten sind vielseitig nutzbar und gesundheitlich unbedenklich.

DWD (Diffusionsoffene Wand- und Dachplatte)

Foto: DWD

Bei Holzfassaden wird das Ständerwerk winddicht mit DWD verkleidet, bei Putzfassaden mit Holzweichfaser- platten als Putzträger. DWD-Platten sind diffusions- offene, mitteldichte Holzfaserplatten, die mittels formaldehydfreiem Leim verklebt sind.

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